Moxibustion

 

"Was die Nadel nicht zu heilen vermag, dagegen wirkt das Moxen.


(chinesisches Sprichwort)

Moxibustion ist die Urform und der große Bruder der klassischen chinesischen Akupunktur. Grundlage der Moxibustion ist das Meridiansystem des Körpers und die sich darauf befindlichen Akupunkturpunkte. Diese werden auch bezeichnet als Pforten, die einen Transport ermöglichen.

Die Moxibustion versucht mittels Hitze die Akupunkturpunkte so zu beeinflussen, das sowohl Stagnationen im Meridiansystem aufgelöst als auch Reaktionen des Körpers ausgelöst werden.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gibt an, das die Moxibustion das Yang stärkt. Dieses vertreibt Kälte und Feuchte aus den Meridianen. Auch ein stagnierendes Qi wird so wieder ins Fließen gebracht.

Bei der Moxibustion wird die Hitze durch glühendes Beifußkraut erzeugt. Dieses ist zu einer Moxazigarre gepreßt und wird nach dem Entzünden indirekt auf die Haut aufgesetzt. Es entsteht also keine direkte Berührung.

Die Moxibustion nach Wolff besteht aus einem Therapieschema, deren Durchführung bezüglich der Punktwahl und der Reihenfolge der zu behandelnden Punkte exakt einzuhalten ist. Nur so stellt sich der oft verblüffend rasche Therapieerfolg ein. Dieses Basisschema wird vor jeder Moxibustion durchgeführt. Man erreicht so eine Harmonisierung der wichtigsten Meridiane. Im Anschluß daran kann man noch auf die wichtigsten Schmerzpunkte des Patienten eingehen.

Wissenschaftliche Studien belegen die Wirkung der Moxibustion:
1. Vermehrung der roten Blutkörperchen
2. Vermehrung der weißen Blutkörperchen
3. Vermehrung der Endorphine, also der körpereigenen Schmerzmittel
4. antihistamine Wirkung

Aus westlicher Sicht verbessert die Moxibustion hauptsächlich die Gewebedurchblutung und beruhigt. Aus chinesischer Sicht ergeben sich auch Anwendungsbereiche der inneren Medizin, z.B. Asthma oder Schwächezustände nach Krankheiten.
Schon Hippokrates schrieb über die Ischiasbeschwerden: "Wenn der Schmerz an einer bestimmten Stelle haftet und durch medikamentöse Mittel nicht zu bekämpfen ist, muss man die Stelle, wo der Schmerz seinen Sitz hat, mit rohem Flachs brennen. Das selbe Mittel hilft auch gegen Gelenkkrankheiten."
 

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